| vegetarischer Alltagsfrust |
berrysorbet --- 14.02.2009-17:23 |
Hallo Leute!
Ich ernähre mich jetzt schon seit einem halben Jahr vegetarisch...die Reaktionen auf meinen Lebenswandel, waren gemischt. Die einen hielten es für eine weitere Phase einer verrückten Idee, die spätestens nach drei Wochen vergessen ist, die anderen fühlten sich angegriffen, wenn ich erklärt habe, weshalb ich Vegetarier geworden bin.Und wieder andere haben sich darüber lustig gemacht.( Richtig böse wurde ich nie angefeindet, die Witze waren alle eher neckend gemeint).
So, nun, ich arbeite neben der Schule am Wochenende in einer Küche, in der meine Ernährungsweise des Öfteren diskutiert wird. ;)
Mein Problem: mir wurde die Frage gestellt, ob ich dann auch keinen Mais essen würde, weil bei dessen Ernte Tiere durch die Maschinen umgebracht werden würden....oder Ketchup, bei dessen Herstellung ab und zu mal eine Maus, oder Ratte zwischen die Tomaten geraten würde....
Leute, wie geht ihr damit um? Kauft ihr spezielle Sachen, bei denen sowas ausgeschlossen werden kann oder war euch das gar nicht bewusst(so wie mir)...oder wie auch immer...
Ich finde es sehr frustrierend, wie sehr man aufpassen muss, wenn man ein bisschen auf seine Umwelt Rücksicht nehmen möchte...würde mich auf Antworten freuen...
Liebe Grüße, berry sorbet
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: vegetarischer Alltagsfrust |
schwammkopf --- 14.02.2009-18:14 |
Ach geil :D
das erinnert mich an meine alte Zeit. Sowas wird wohl nie aufhören -.-
Also in der Schweiz (und sicherlich auch hier) ist es z.B. ein Problem das immer wieder Rehkitze, die sich im Feld verstecken, überfahren werden. Das geht jetzt soweit das die Forschung mit Hilfe von "kleinen fliegenden Untertassen" sog. Quadrokoptern helfen soll. Die fliegen dann über das Feld und spüren mit Hilfe von Wärmebildkameras die Tiere auf.
Nun du solltest dir im Klaren sein das immer Tiere sterben werden. Es werden auch Menschen auf der Straße überfahren. Aber es geht in erster Linie um die Leidverminderung (jedenfalls bei mir)und das beginnt eben auch auf dem Teller.
Ich würd damit gelassen umgehen. Da ist es schon viel schlimmer was in der Eier- und Milchproduktion so abgeht aber ich freu mich auch über jeden neuen Vegetarier.
Und von alternativen Produkten habe ich noch nie gehört.
Gruß schwammkopf
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: vegetarischer Alltagsfrust |
bertel --- 14.02.2009-18:54 |
Hi berrysorbet,
Dann dürfte man auch nicht mehr Autofahren, da dabei ja ständig Insekten kaputtgeklatscht werden, zumindest im Sommer.
Zu Getreide und Mais die einfache Antwort: Natürlich werden bei der modernen Landwirtschaft durch die Erntemaschinen immer Lebewesen getötet. Bei der Veredelung durch Tierprodukte wird für die selbe Energiemenge rund zehnmal soviel Getreide / Mais gebraucht als in diesen Pflanzen selbst steckt. Dadurch, daß man auf Tierprodukte und die Veredelung dadurch verzichtet, braucht man also auch nur ein Zehntel des Getreides oder Mais, entsprechend werden auch nur ein Zehntel der Tiere als "Kollateralschaden" getötet. Daher ist auch in dieser Beziehung der Verzicht auf tierische Lebensmittel der bessere Weg.
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
berrysorbet --- 14.02.2009-21:35 |
Erstmal Danke, für eure Beiträge!
Also zu Schwammkopf, also mir geht es in erster Linie natürlich auch um Leidverminderung... trotzdem tun mir die Rehe leid, die dabei umkommen...und Ratten in meinem Ketchup find ich auch nicht so appetitlich...und zu bertel... das ist ein wirklich gutes Argument^^...muss ich morgen in der Küche mal loswerden;)
Euch alles Liebe, berrysorbet
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
gegge --- 15.02.2009-08:22 |
Hallo berrysorbet!
Zitat: mir geht es in erster Linie natürlich auch um Leidverminderung
das schaffst du mit deiner Ernährung auf jeden Fall.
Und das würde ich das den Leuten der Küche mal sagen. Dir wäre es ja lieber, wenn für deinen Mais keine Tiere zu schaden kommen. Wenn sie weiternerven, wollen sie wohl eher nur nerven, anstatt zu diskutieren.
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
Bryah --- 15.02.2009-14:43 |
Hallo!
Ich glaube nicht, dass Ratten tatsächlich im Ketchup drin sind. Da würde das Gesundheitsamt sicher etwas dagegen haben.
Zudem werden die Tomaten vor der Produktion sicher gewaschen und aussortiert, so dass auch Tiere gefunden und entsorgt werden...
Allein die Vorstellung, im Ketchup sei Ratte, als Kollateralschaden, enthalten, pfui... *muss fast speien*
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
berrysorbet --- 15.02.2009-17:35 |
die nerven ja nicht^^...wir reden da nur drüber ....die sind wirklich lieb, wenns essen gibt, kümmern sie sich immer drum, dass ich was ohne fleisch bekomme...letztens haben sie mir sogar aus der gulaschsuppe das fleisch raussortiert, dass ich auch etwas essen kann;)...und ich finde es auch nicht schlecht, dass sie mich auf solche dinge ansprechen...wenigstens zeigen sie, dass sie das thema interessiert...
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
Bryah --- 15.02.2009-19:19 |
das ist doch nicht vegetarisch, wenn du Gulasch isst, welches vorher mit Fleisch zubereitet wurde. *ieeehhh! ich glaub, ich muss speien*
Also ich nenne das nicht lieb, wenn man mich dazu zwingt, etwas zu essen, was ich verabscheue. Diese Menschen sind nicht zuvorkommend, sondern nur ignorant und ekelhaft. :/ Wie kommt man auf die Idee, wenn man aus etwas das Fleisch entfernt, was aber vorher damit zubereitet wurde, vegetarisch zu nennen. pfui! Und wenn du denen nicht sagst, dass das nicht vegetarisch ist, bringst du denen etwas Falsches bei! SO gehen solche Menschen davon aus, dass Fleisch rausnehmen gut ist und setzen es mit wirklich vegetarisch in Verbindung. Das ist so nicht korrekt!
- ich hoffe, du hast das ironisch gemeint. ;) -
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
maincoon --- 15.02.2009-21:08 |
@Bryah : Jetzt muss ich aber auch mal was loswerden.Vergleiche bitte keine Menschen die Jahre oder gar Jahrzehnte lange Fleisch gegessen haben mit deinen Ekel vor selbigem.Hier ist die Ausgangssituation ganz anders.
Ich ekle mich inzwischen auch vür Fleisch ,weil ich das unendliche Leid sehe ,aber würde mich jemand fragen ob es mir geschmeckt hat ,müsste ich die Frage "klip und klar" mit einem JA beantworten.
Mir wäre es lieber ich hätte schon als Kind kein Fleisch bekommen und hätte so nie den Geschmack kennengelernt,aber ich kanns leider nicht ändern und mir tut´s verdammt leid das ich erst vor Jahren meine Augen geöffnet habe !
Also habe ein wenig Verständnis mit unseren "Ex-Leichenteileessern" :-)
@ berrysorbet:Ich bekommen diese dämlichen Fragen heute noch gestellt und ich sag dann immer: "Ich kann nicht jedes Tierleid verhindern,aber ich versuch soviel wie möglich davon. Und was machst DU ?"
Wenn du dich mit dem Thema Tierschutz,Vegan,Vegetarier und Wirtschaft ein wenig auseinandersetzt hast du im Nu soviele Argumente gegen solch dämlichen Fragen beisammen ,das es relativ schnell still wird ;-)
Sag mal einer kinderliebenden fleischfressenden Mutter das Sie mit Ihrem Lebensstil jeden Tag dazu beiträgt das ein Kind in der 3ten Welt verhungern muss ;-)
So bevor ich ganz in Fahrt komme hör ich lieber auf ....
Also halt die Ohren steif ,wir sind die Besten !
lg
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| vegetarischer Alltagsfrust |
berrysorbet --- 15.02.2009-22:35 |
mmh... nein ich meinte das nicht ironisch....
und ich wurde auch nicht dazu gezwungen, dass zu essen...
mmh...ja , vielleicht hab ich ein falsches verständnis von vegetarisch... vielleicht sollte ich einfach sagen , ich esse kein tier...
...ist das alles kompliziert...
nochmal zu dem gulasch... also ich würde nie etwas kaufen, dass mit fleisch gemacht ist, sagen wir zum beispiel, mmh... einen salat mit pute... denn dann würde ich die nachfrage steigern ... wenn das essen allerdings schon da ist, wie jetzt bei dem gulasch...dadurch, dass ich ein schüsselchen davon gegessen habe, habe ich nicht dazubeigetragen , dass tiere sterben... denn hätte ich es nicht gegessen hätte es ein andere von uns genommen...hoffe, das ist verständlich...muss ich jetzt ein schlechtes gewissen haben , weil ich gulasch gegessen hab?
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
bertel --- 15.02.2009-23:05 |
@Maincoon:
Zitat: So bevor ich ganz in Fahrt komme hör ich lieber auf ....
Hättest ruhig weiterfahren können, bin gerade so schön mitgefahren! ;)
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
AchimOnline --- 15.02.2009-23:40 |
Zitat: muss ich jetzt ein schlechtes gewissen haben , weil ich gulasch gegessen hab? Dein Gewissen ist Deine eigene Sache, da möchte ich Dir nicht reinreden. Aber bei einer Gulaschsuppe dürfte es die Regel sein, dass eine Fleischbrühe die Basis bildet. Also eine Brühe, die aus Knochenmark und anderen Schlachtabfällen hergestellt wird. Vegetarisch ist das nicht.
Außerdem scheint mir eine Aussage von Bryah wichtig:
Zitat: SO gehen solche Menschen davon aus, dass Fleisch rausnehmen gut ist und setzen es mit wirklich vegetarisch in Verbindung. Das ist so nicht korrekt! Selbst wenn die Basis der Gulaschsuppe - bis auf die Fleischeinlage - rein pflanzlich wäre, würden die weitaus meisten Vegetarier das Ganze nicht mehr als vegetarisch ansehen, wenn Fleisch darin mitgekocht wurde. (Die Ähnlichkeit zur Herstellung von Fleischbrühe ist ja auch evident, siehe oben.) Leider kommt es aber immer noch vor, dass viele Fleischesser nicht auf diese Idee kommen und Vegetariern - zum Beispiel in Restaurants - so etwas ohne bösen Willen vorsetzen. Die Bandbreite dessen, was einem da mal schnell als "vegetarisch" verkauft wird, ist groß und reicht bis hin zu toten Fischen. ("Das ist doch kein Fleisch!"*) Ein Grund dafür sind Menschen, die sich selbst als "Vegetarier" bezeichnen, dann aber allen Ernstes einen Thunfischsalat oder den Frühlingssalat mit Putenbruststreifen bestellen. Für Vegetarier/Veganer, die es ernst meinen, ist es aber wichtig, dass ihr Anliegen korrekt verstanden wird. Deshalb ist es ärgerlich, wenn so etwas wie Gulaschsuppe mit herausgenommenem Gulasch als "vegetarisch" bezeichnet wird.
*Alles schon erlebt - und mehr als einmal. Vermutlich werden viele hier ähnliche Kostproben zum Besten geben können.
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
Mentallo --- 16.02.2009-00:23 |
Zitat: *Alles schon erlebt - und mehr als einmal. Vermutlich werden viele hier ähnliche Kostproben zum Besten geben können.
Da kann Ich auch leider auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen ...
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
berrysorbet --- 16.02.2009-16:16 |
mmh...joa...
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: RE: vegetarischer Alltagsfrust |
maincoon --- 16.02.2009-17:35 |
@bertel
Hätte ich gewusst das du mit dabei bist wäre ich glatt noch eine Runde gefahren *fg*
Naja vielleicht starte ich ja nochmal an *gggg* oder du nimmst mich mal mit ;-)
lg
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE:vegetarischer Alltagsfrust |
Bryah --- 22.02.2009-19:33 |
@AchimOnline: Danke, genau das wollte ich auch sagen. ;)
Ich finde es wirklich beklemmend, wie wenig sich "solche" Leute (Möchtegernvegetarier/Pesco-Vegetarier) Gedanken machen, wie das auf ihre Umwelt wirkt. Die Aussage: "Ich bin Vegetarier" erhält dann einen Wert, der gleich gegen null geht.
So erscheinen dann Vegetarier/Veganer, die wirklich darauf achten, Essen ohne Tier-Zutaten zu sich zu nehmen, als kompliziert und schwierig: "Wieso denn? Da ist doch gar kein Fleisch mehr drin." oder "Du kannst doch eine Ecke vom Blech (Pizza) fleischfrei belegen. das ist doch ok."
Zumindest haben sie einen nicht geringen Anteil daran, dass das Image des Veggies an sich einen gewissen Schaden nimmt und zudem werden dann richtige Veggies nicht mehr ernst genommen. :/
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE:vegetarischer Alltagsfrust |
charlotte137 --- 02.04.2009-12:20 |
@Bryah
Zitat: So erscheinen dann Vegetarier/Veganer, die wirklich darauf achten, Essen ohne Tier-Zutaten zu sich zu nehmen, als kompliziert und schwierig: "Wieso denn? Da ist doch gar kein Fleisch mehr drin." oder "Du kannst doch eine Ecke vom Blech (Pizza) fleischfrei belegen. das ist doch ok
Ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen.
Ich find es immer total schlimm, wenn ich auswärts essen gehe. Sei es bei Freunden, Familie oder im Restaurant. Es ist ein ewiges rumdiskutieren und erklären. Nervt mich total. Ich bin nicht kompliziert und schwierig, mir liegt nur meine Umwelt am Herzen. Die Leute verstehen es schon nicht, wenn ich nicht einmal eine Suppe zu mir nehme, die aus einer Fleischbrühe zubereitet wurde. Bekomme langsam graue Haare deswegen....gggrrrr
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE:vegetarischer Alltagsfrust |
Schneeflocke --- 29.03.2010-01:10 |
Ja, es ist wirklich schlimm, ich hasse es einfach nur auswärts zu essen...ich weiß ja auch nicht, ob vielleicht doch etwas vom Tier (z.B. Gelatine) irgendwo drinn enthalten ist, obwohl ich verdächtige Produkte umgehe. Aber wenn mir Fisch angeboten oder gesagt wird, dass ich das Fleisch doch raussortieren kann, dann ist das echt zu viel! (Das Fleisch hab ich in den ersten Wochen, als ich langsam Vegetarierin wurde, raussortiert und Fisch hab ich als erstes nicht mehr gegessen...)
Ich habe zum Geburtstag eine Karte mit einem Tütchen Gummibärchen (natürlich welche, die Gelatine enthalten) bekommen. Wie aufmerksam.
Echt doof, was sich alles ''Vegetarier" nennt!
lg, Schneeflocke
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE:vegetarischer Alltagsfrust |
Rike --- 31.03.2010-10:30 |
ich denke, dass viele hier schon unter den Essgewohnheiten derer zu leiden hatten, die sich Vegetarier nennen, aber nur manche Tierarten von ihrer Ernährungsliste streichen...Oft hilft da die einfache Erklärung des Wortes "Vegetarier", was ja so schwer nicht ist.
Ich möchte aber noch einmal die "Kollateralschäden" aufgreifen, weil man immer wieder mit diesen Pseudoargumenten konfrontiert wird. Bertels Ansatz finde ich super und vor allem auch für Wenigdenker nachvollziehbar. Ein anderes Argument ist für mich, dass Fleischfresser diese "Kollateralschäden" ja zusätzlich zu ihrer leidgeprägten Ernährung fabrizieren.
Die Gulaschsuppe finde ich auch oberekelig, ich hatte auch schon einmal ein Stück Huhn in meiner "Gemüsesuppe" und habe fast über den Tisch gereihert. Aber ich denke, jeder hat seine eigenen Grenzen und in manche wächst man hinein. Ich bin sicher, dass ich auch noch einen nicht unerheblichen Anteil nicht-vegane Lebensmittel zu mir nehme, weil ich sie nicht als unvegan erkenne obwohl ich wirklich aufpasse. Aber gerade außerhalb ist es schwierig, ich muss beruflich häufiger auswärts essen und bestelle schon immer im Voraus veganes Essen, muss mich dann aber auch darauf verlassen, dass ich es bekomme. Aber wenn es nicht so ist, weiß ich es wenigstens nicht - nicht meckern, ich weiß, das ist nicht wirklich lobenswert, aber das ist wohl meine Grenze - in den Rest wachse ich hoffentlich auch hinein ;)
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |
| RE: RE: RE: RE: RE:vegetarischer Alltagsfrust |
bertel --- 02.04.2010-18:57 |
Hi Rike,
danke für Deine Zustimmung. ;o) Ist es nicht grundsätzlich so, dass wir vegan leben um mögliches Tierleid zu vermeiden? Was für mich einfach überhaupt nicht geht, wenn also im Essen Fleisch drinnen ist oder Eier, was man so direkt mitbekommt, so wie Du das bei der Suppe mit Huhn beschrieben hast, das ist einfach zum übergeben, genauso wie der Geschmack von Milchprodukten - früher war ich ein Käsefan. =(
Jedenfalls muß ich im Alltagsleben einfach hoffen, dass man mich so ernst wie möglich nimmt, was ich meinen Mitmenschen vielleicht auch nicht so leicht mache. Dann eben, dass man mir die Wahrheit über Inhalte oder Prozesse sagt. Ich kann nur alles mögliche tun um möglichst auszuschließen tierische Produkte zu konsumieren. Letzte Sicherheit auf mögliche Spuren wird es nie geben können, aber wenn mir entgegen meines Willens etwas untergejubelt wird, liegt das nicht in meiner Verantwortung, das kann ich nicht ändern, da bin ich machtlos. Und über solche Dinge mir den Kopf zu zermartern ist mir echt zu blöde, es gibt genügend Dinge zu tun, bei denen ich definitiv und effektiv etwas erreichen kann, da verschwende ich nicht meine Energie damit mich über Dinge aufzuregen, die ich eh nicht ändern kann. Wichtig ist einfach überall zu erklären, was man möchte, möglichst deutlich und ohne moralischer Keule, freundlich zu den Leuten sein, dann bekommt man noch am ehesten ein positives feedback und etwas veganes.
In diesen Sinne ein frohes Ostern ohne die blöden Eier, die lassen wir dieses Jahr den Vögeln, nech?
Auf diesen Beitrag antworten Verstoss melden |
 |