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Vitavegetare - NEWS

Hochgiftige Kobra

22.03.2010

PETA fordert Verbot der Haltung gefährlicher Tiere für Privatpersonen – massive Zunahme bei der Haltung von Gifttieren

Mühlheim an der Ruhr / Gerlingen, 22. März 2010 – In Mühlheim an der Ruhr entkam eine hochgiftige Schlange ihrem 19-jährigen Besitzer. Die Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen, mehrere Einsatzfahrzeuge und Experten sind auf der Suche nach der Schlange. Jetzt wird das Wohnhaus acht Wochen lang versiegelt, um die Kobra aushungern zu lassen. Diesen Vorfall nimmt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. zum Anlass und fordert von den Politikern Konsequenzen. Hessen hat bereits reagiert und im Oktober 2007 ein Gesetz erlassen, das die Haltung gefährlicher exotischer Tiere verbietet. Die Gefahren, die von ausgesetzten oder entlaufenen, giftigen Tieren ausgehen, nehmen rapide zu. Giftnotzentralen schlagen mittlerweile Alarm.

„Die Politik hat sich auf Pitbull & Co eingeschossen, schaut aber weg, wenn es um die hochgiftige Kobra und andere Exoten geht“, so Carola Schmitt von PETA Deutschland e. V. Seit Jahren schon fordert PETA ein bundesweites Verbot der Haltung von Wildtieren, insbesondere von gefährlichen Wildtieren in Privathaushalten, und einen Einfuhrstopp von Wildtieren. Immer mehr Bundesbürger neigen dazu, sich ein gefährliches Haustier zuzulegen und greifen dabei auf Giftschlangen und andere exotische Tiere zurück. Allgemeine Schätzungen gehen von ca. 150.000 Giftschlangen, 250.000 Riesenschlangen sowie zahllosen anderen Echsen und Reptilien aus, welche deutsche Wohnzimmer bevölkern. Laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) steigen die Importzahlen exotischer Tiere rasant an. In den Jahren 1999 bis 2004 wurde bei der Einfuhr von Reptilien eine Steigerung von über 42 Prozent registriert, die nicht zu unterschätzende Dunkelziffer auf Grund illegaler Importe solcher Tiere nicht mitgerechnet, denn durch die europäische Osterweiterung hat sich ein enormer illegaler Tierhandel entwickelt. Der Giftnotruf in Erfurt und ähnliche Einrichtungen sind seit Jahren der Ansicht, dass gefährliche Tiere in privaten Haushalten nichts zu suchen haben. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.haustiere.peta.de.


Quelle: PM 03/2010, www.peta.de



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